Transformationskonflikte in der Multikrise

Die Bundesregierung hat umfassende Sozialstaatsreformen auf den Weg gebracht: Leistungsbegrenzungen und Einschnitte im Gesundheitssystem sind bereits vom Bundestag beschlossen, Verschlechterungen in der Pflege konkret geplant. Die Vorschläge der Alterssicherungskommission will die Bundesregierung als Gesamtpaket umsetzen. Dazu gehören die Erhöhung des Rentenalters, die Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren und eine Absenkung des Rentenniveaus zugunsten einer kapitalgedeckten Säule. Auf ihrer Agenda stehen zudem die Abschaffung des Achtstundentags, die Aufweichung des Kündigungsschutzes, eine deutliche Ausweitung von Befristungen sowie die Pflicht, bereits ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest vorzulegen.

Diese Vorhaben bedeuten einen massiven Angriff auf die soziale Sicherung und auf erkämpfte Schutzstandards für Beschäftigte. Der DGB und seine Gewerkschaften mobilisieren deshalb für einen bundesweiten dezentralen Aktionstag am 26. September.

In der Veranstaltung skizzieren wir die geplanten Reformen, verdeutlichen die Auswirkungen auf Beschäftigte und Sozialstaat und sprechen darüber, warum und wie Widerstand dagegen notwendig ist. Außerdem wollen wir über solidarische Alternativen für einen zukunftsfähigen Sozialstaat diskutieren.

Vortrag von Dr. Katrin Mohr (Politische Referentin beim Vorstand der IG-Metall) mit anschließender Diskussion.

Moderation: Prof. Dr. Fabian Kessl (ISM-Kuratorium)

 

Wann
14.09.2026 von 18:00 bis 19:30
Ort
Digtal über Zoom
Deutschland