Die AfD bildet das organisatorische Zentrum einer rechtsradikalen Formierung. Bislang verfolgt sie jedoch kein eigenständiges Hegemonieprojekt. Vielmehr besitzt sie das Potenzial, zum rechten Flügel eines autoritären Kapitalismus zu werden. Teile des politischen Establishments und einzelne Vertreter*innen der Kapitalseite spekulieren auf eine teilweise Anpassung der Partei. Jenseits der großen Schlagzeilen lassen sich innerhalb der AfD bereits Tendenzen einer solchen „Melonisierung“ beobachten.
Wir fragen nach den Ursachen der gegenwärtigen autoritären Formierung, nach der Rolle der AfD und nach den Herausforderungen für jene Kräfte, die sich dem entgegenstellen.
Vortrag von Sebastian Friedrich mit anschließender Diskussion.
Der Journalist und Autor Sebastian Friedrich beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der AfD und der Neuen Rechten. Er arbeitet als freier Journalist für verschiedene Medien und betreibt das Medienprojekt „Über Rechts“ (ueberrechts.de).
Moderation: Prof. Dr. Fabian Kessl (ISM-Kuratorium)
Deutschland